Onkologie solider Tumore

EML4-ALK-Fusionsonkogen

Allgemeines

Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Von allen Lungenkrebsformen ist das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (non-small-cell lung cancer [NSCLC]) mit ca. 80 % am häufigsten.

Das EML4-ALK Fusionsonkogen entsteht durch eine Inversion im Chromosom 2p, was zur dauerhaften Expression einer chimären Tyrosinkinase führt. Ungefähr 5 % aller Patienten mit NSCLC besitzen dieses Fusionsgen, wobei jüngere Personen, Nichtraucher/Wenigraucher mit Adenokarzinom eine größere Wahrscheinlichkeit für diese Mutation haben (ca. 13 %).

Da die ALK Tyrosinkinaseaktivität notwendig für das Wirken als Onkogen ist, wurde zur Therapie ein neuer ALK Tyrosinkinase-Inhibitor (Crizotinib, PF-02341066) entwickelt. Patienten mit EML4-ALK Fusionsgen profitieren von einer Therapie mit einem ALK-Inhibitor wie z.B. Crizotinib.

Präanalytik

Ein Paraffinblock mit 7x7 mm erhaltenem Tumorgewebe oder sechs 7 µm Paraffinschnitte vom Tumorgewebe, die auf Objektträger (nicht silanbeschichtet) aufgezogen sind. Der Transport des Probenmaterials erfolgt auf dem normalen Postweg ohne Kühlung. Der Paraffinblock wird wieder zurück geschickt.

Indikation

Bei nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC)

Bewertung

Patienten mit einem EML4-ALK Fusionsgen können einer Therapie mit ALK Tyrosinkinaseinhibitoren wie Crizotinib unterzogen werden und zeigen eine hohe Ansprechrate.

Bei EML4-ALK negativen Patienten kann eine Diagnose auf Mutationen in EGFR, KRAS oder BRAF erfolgen.

Zum Nachweis von

Nicht-Kleinzelliges Bronchial-CA Therapieindikation