Aktuelles
29.10.2015

Pharmakogenetische Diagnostik vor geplanter Paclitaxel-Therapie

Eine der Hauptnebenwirkungen von Paclitaxel/Nab-Paclitaxel stellt die periphere Neuropathie dar. Wird in Folge einer kumulativen Taxantherapie eine solche Neurotoxizität festgestellt, muss zur Vermeidung von Spätfolgen zumeist die Dosis reduziert, unter Umständen sogar die Therapie abgebrochen werden.

Mittlerweile ist aus mehreren Studien bekannt, dass für das Auftreten von schweren Neurotoxizitäten bei Patienten europäischer Herkunft ein genetischer Polymorphismus im CYP2C8-Gen eine wichtige Rolle spielt. Das CYP2C8*3-Allel führt dabei über eine reduzierte Enzymaktivität zu einem stark verlangsamten Paclitaxel-Metabolismus.

Die gezielte molekulargenetische Diagnostik dieses Genotyps vor Beginn einer Paclitaxel-Therapie ermöglicht die rechtzeitige individuelle Dosisanpassung und somit die Vermeidung von Nebenwirkungen. Besondere Vorsicht ist zudem bei nachgewiesenem CYP2C8*3-Allel und der kombinierten Gabe von Paclitaxel und einem CYP2C8-Inhibitor geboten.


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