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Gesellschaft zur Nutzung molekularbiologischer Technologien mbH
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Nachweis der Polyzythämia vera
[prv-1 Diagnostik]

Unter Polyzythämieen (auch als Erythrozytosen oder Polyglobulieen bezeichnet) versteht man eine übermäßige Vermehrung der roten Blutzellen (Erythrozyten). Der Hämatoskritwert (= Blutvolumenanteil der Blutzellen, hauptsächlich der roten Blutkörperchen) ist deutlich erhöht.

Die Ursachen für Polyzythämieen sind sehr verschiedenartig, man kennt vier Ursachengruppen:

Stellt der Arzt einen erhöhten Hämatokritwert fest, so steht er vor der Aufgabe, aus dem oben genannten Spektrum von gutartigen bis bösartigen Ursachen die richtige herauszufinden um ggf. geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Mit Hilfe des prv-1 Tests kann geklärt werden, ob eine Polyzythämia vera vorliegt oder nicht.

Der prv-1 Test macht sich den Umstand zu Nutze, dass bei einer Erkrankung an Polyzythämia vera das Gen prv-1 in einem Teil der weißen Blutzellen überaktiv ist. Der Test beruht auf einer Messung des prv-1 Gens in speziellen Blutzellen.

Durch eine Messung der Aktivität des prv-1 Gens in diesen Blutzellen können daher an PV erkrankte Patienten erkannt werden.

Bei etwa 5% der Patienten kommt auch der prv-1 Test zu keiner eindeutigen Aussage. Erfahrungsgemäß ist in diesen Fällen bei einer Wiederholung nach wenigen Monaten ein eindeutiges Testergebnis zu erzielen. Es ist zu vermuten, dass bei den betreffenden Patienten die PV noch nicht völlig ausgeprägt ist oder eine unbekannte Ursache zu einer leichten und vorübergehenden Erhöhung des prv-1 Wertes geführt hat.


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